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2. EBBS-Treffen Kinder- und Jugendbeteiligung am 4. März 2026

Mehrere Personen sitzen um einen Tisch und blicken auf eine Karte, im Hintergrund stehen weitere Personen an weiteren Tischen.
© André Wirsig

»Miteinander vernetzen. Voneinander lernen.«

Das Fokustreffen Kinder- und Jugendbeteiligung wird am 4. März 2026 stattfinden. Nach dem ersten Fokustreffen Kinder- und Jugendbeteiligung 2024 soll 2026 wieder Gelegenheit sein, sich vertiefend mit Themen der Kinder- und Jugendbeteiligung auseinanderzusetzen. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem Referat Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt der Stadt Leipzig, laden wir alle im Bereich Kinder- und Jugendbeteiligung Aktiven sowie Interessierte herzlich in das Neue Rathaus Leipzig ein!

Sie möchten am Fokustreffen Kinder- und Jugendbeteiligung 2026 in Leipzig teilnehmen? Dann melden Sie sich hier an!

 

Vorläufiges Programm

Termin: 4. März 2026 von 10:00 bis 16:00 Uhr
Ort: Neues Rathaus Leipzig (Obere Wandelhalle), Martin-Luther-Ring 4, 04109 Leipzig

  9.30 - 10:00 Uhr Ankommen
10:00 - 10:10 Uhr Begrüßung
10:10 - 11:15 Uhr

Podiumsgespräch zum Thema »Kinder- und Jugendbeteiligung in Zeiten von knappen Kassen« mit

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt,
Vicki Felthaus, Bürgermeisterin für Jugend, Schule und Demokratie der Stadt Leipzig
Felix Hitzig, Mitglied des Sächsischen Landtags

11:15 - 11:45 Uhr Pause und Möglichkeit zum Vernetzen
11:45 - 13:00 Uhr Gesprächsrunde 1
13:00 - 13:45 Uhr Mittagessen und Möglichkeit zum Vernetzen
13:45 - 15:00 Uhr Gesprächsrunde 2
15:00 - 16:00 Uhr Ausklang des Tages bei Kaffee und Kuchen, Möglichkeit zum Vernetzen
sowie Besichtigung des Rathausturms mit den jungen Guides der MOLCH-Rathausführungen*

*Der Leipziger Rathausturm ist der höchste Rathausturm Deutschlands. Um den Turm zu besichtigen, müssen 250 Stufen erklommen werden. Es gibt keinen Fahrstuhl und keinen barrierefreien Zugang.

 

Gesprächsrunden

Auf dem EBBS-Netzwerktreffen Kinder- und Jugendbeteiligung 2026 werden im Rahmen der Gesprächsrunden erstmals zwei verschiedene Themenstränge angeboten: Teilnehmende, die sich für den ersten Themenstrang entscheiden, haben die Möglichkeit, sich über die gesamte Veranstaltung hinweg intensiv mit verschiedenen Aspekten des Themas Jugendgremien zu befassen. Teilnehmende, die sich für den zweiten Themenstrang entscheiden, haben wiederum die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Themenräumen zu wechseln und somit fachliche Impulse zu ganz unterschiedlichen Themen mitzunehmen. Ein Wechsel zwischen den Themensträngen wird nicht empfohlen. 

Im Rahmen der Anmeldung bitten wir Sie anzugeben, für welchen der beiden Themenstränge Sie sich interessieren. Bitte beachten Sie, dass dadurch keine Teilnahmegarantie besteht. Wir erfassen lediglich Ihre erste Präferenz.

Schematischer Aufbau der Themenstränge: In Strang 1 finden aufeinander aufbauende Workshops zu Jugendgremien statt und in Strang 2 kann zwischen verschiedenen Themenräumen gewählt werden.
© SMS
Auf einem lila Rechteck steht "Themenstrang 1: Jugendgremien".

Der erste Themenstrang wird sich dem Thema Jugendgremien in mehreren, aufeinander aufbauenden Workshoprunden widmen. Los geht's von 11:45 bis 12:30 Uhr mit einem gemeinsamen Auftakt, gestaltet als Galerierundgang, bei dem verschiedene Formen und Institutionalisierungsgrade von Jugendgremien vorgestellt werden. Vertreten sein werden unter anderem:

  • das Jugendparlament der Stadt Leipzig,
  • der Jugendbeirat der Stadt Reichenbach im Vogtland,
  • der Jugendstammtisch Sebnitz,
  • der Stadtschülerrat Leipzig,
  • das »Forum junge Perspektiven« und
  • die Landesjugendkonferenz.

Anschließend wird in jeweils zwei Sessions - von 12:30 bis 13:00 Uhr und von 13:45 bis 14:15 Uhr - in zwei parallelen Arbeitsgruppen gearbeitet. In beiden Arbeitsgruppen werden insbesondere die Fragen: Was muss beachtet werden? Was kann schiefgehen? Was braucht es zum Gelingen? diskutiert, allerdings mit zwei unterschiedlichen Schwerpunkten:

  • Beteiligung vor Ort: Kommunale Jugendgremien auf Gemeindeebene mit der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Sachsen und dem Standort der Akademie für Kinder- und Jugendparlamente in Sachsen
  • Geht's auch größer: Jugendgremien auf der Ebene Landkreise, Land oder Bund mit Impulsen von der Sächsischen Kinder- und Jugendbeauftragten, der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg und dem Landesjugendring Baden-Württemberg

Danach kommen beide Arbeitsgruppen von 14:15 bis 15:00 Uhr zu einem abschließenden Workshop zur demokratischen Legitimität und den Grenzen der Repräsentativität von Kinder- und Jugendgremien wieder zusammen. Im gemeinsamen Austausch mit Impulsen vom Referat Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt der Stadt Leipzig und der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Sachsen soll der häufigen Kritik, dass Kinder- und Jugendgremien nicht ausreichend demokratisch legitimiert seien, auf den Grund gegangen werden. Gemeinsam wollen wir diskutieren, welche Maßstäbe an die demokratische Legitimität und Repräsentativität von Kinder- und Jugendgremien angelegt werden und welche Funktionen diese Formate erfüllen.

Auf einem grünen Rechteck steht "Themenstrang 2: Diverse Themenräume".

Im Rahmen des zweiten Themenstrangs haben Sie die Qual der Wahl: Pro Gesprächsrunde können Sie einen von vier bis fünf Themenräumen besuchen. Jedoch wird jeder Themenraum nur einmal angeboten. Sie können sich auf folgende Themenräume freuen:

Gesprächsrunde 1

Kinder- und Jugendbeteiligung gilt oft als »neutraler Raum« für Mitgestaltung im Alltag und beschäftigt sich damit in der Regel mit ganz konkreten kommunalen Fragestellungen, wie etwa: »Soll es einen Skateplatz geben?« oder »Wie kann der Schulweg sicherer werden?« Gleichzeitig wird sie als wichtiger Baustein für demokratische Bildung verstanden, weil sie Einblicke in demokratische Institutionen und Verfahren sowie deren Funktionslogiken gewährt und Begegnungsräume für junge Menschen öffnet, die anderswo nicht aufeinandertreffen würden.

So stellen sich hier – wie auch in anderen Bereichen der Jugendhilfe und der Jugendverbandsarbeit – doch die Fragen: Wer darf mitmachen und wo werden möglicherweise Grenzen überschritten, die einen Ausschluss möglich oder gar notwendig machen? Diesen Fragen rund um politische Haltung, Forderungen nach einer politischen Neutralität und deren Grenzen wollen wir uns in diesem Themenraum widmen.

Dieser Themenraum wird vom Referat für Bürgerbeteiligung und Engagement des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) geleitet. Fachlichen Input geben Franziska Stölzel vom Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) und Anikó Popella von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS).

Die Kinder- und Jugendhilfe hat seit der Einführung des Kinder- und Jugendlichenstärkungsgesetzes von 2021 die Pflicht, Selbstvertretungen von jungen Menschen aus ihrem Leistungsbereich anzuregen, zu fördern und mit diesen zusammenzuarbeiten. Die Stärkung von Selbstvertretungen hat ein sehr großes emanzipatorisches Potential. Allerdings kommt die »Anregung, Förderung und Zusammenarbeit« (§ 4a SGB VIII) auf kommunaler Ebene kaum vom Fleck. Es fehlt an Erfahrungen und an Ideen, wie erste Schritte in diese Richtung aussehen könnten.

Im ersten Teil des Workshops beleuchten wir die Perspektive der Verwaltung und stellen dafür ein Konzept aus Dresden vor, welches konkrete Vorschläge für die Umsetzung des § 4a SGB VIII auf kommunaler Ebene herausgearbeitet hat und diskutieren diese.

Im zweiten Teil laden wir Sprecherinnen und Sprecher der Landesjugendkonferenz ein. Das ist die Selbstvertretungsorganisation von jungen Menschen aus Sachsen, die selbst in der stationären Kinder- und Jugendhilfe leben oder gelebt haben. Sie werden uns berichten, welche Chancen und Herausforderungen aus der Perspektive der Adressatinnen und Adressaten bei der Zusammenarbeit mit Behörden oder Einrichtungen bestehen.

Dieser Themenraum wird vom Kinder- und Jugendhilferechtsverein gemeinsam mit Sprecherinnen und Sprechern der Landesjugendkonferenz geleitet.

Kinder und Jugendliche sollen laut Sächsischer Gemeinde- und Landkreisordnung an allen sie betreffenden Angelegenheiten beteiligt werden. In Leipzig entwickelt die Stadt in Heiterblick-Süd eine 63 Hektar große Fläche zwischen dem Paunsdorfer Wäldchen und der Autobahn A14 zu einem gemeinwohlorientiertem Viertel für Menschen aller Generationen und Lebenslagen. Bei dem größten kommunalen Wohnbauvorhaben darf die Perspektive von Kindern und Jugendlichen natürlich nicht fehlen.

Deshalb stellt das Kinder- und Jugendbüro Leipzig in diesem Themenraum gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt die Konzeption der Kinder- und Jugendbeteiligung für das neue Quartier vor. Anschließend sind alle Teilnehmenden herzlich eingeladen, sich mit den Referentinnen und Referenten über das Konzept auszutauschen und der Frage nachzugehen, warum es sinnvoll ist, die Beteiligung von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen stärker zusammenzudenken.

Dieser Themenraum wird vom Kinder- und Jugendbüro Leipzig geleitet.

Die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Sachsen hat in Kooperation mit der Hochschule Mittweida eine wissenschaftlich-fachliche Evaluation der Soll-Bestimmung für Kinder- und Jugendbeteiligung in der Sächsischen Kommunalverfassung (§§47a & 43a) umgesetzt. Die Erhebung bestand sowohl aus einem digitalen Fragebogen als auch qualitativen Interviews. In diesem Workshop sollen zentrale Ergebnisse vor- und zur Diskussion gestellt werden. Zwei Schwerpunkte dabei sind die Auswirkungen gesetzlicher Regelungen auf das Thema sowie die Einschätzungen zu fachlichen Unterstützungsangeboten für die Umsetzung von Kinder- und Jugendbeteiligung vor Ort.

Dieser Themenraum wird von der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Sachsen geleitet.

Gesprächsrunde 2

Anhand der Kinder- und Jugendcharta sowie des Konzepts zur Kinder- und Jugendbeteiligung der Stadt Leipzig soll dieser Workshop einem kollegialen Austausch zu Gelingensbedingungen einer guten Kinder- und Jugendbeteiligung dienen. Dabei soll insbesondere besprochen werden, wie Grundlagenpapiere und abgeleitete Maßnahmen dazu beitragen können, Strukturen zu stärken, die Kinder und Jugendliche wirksamer in kommunale Entwicklungen einbeziehen. Dabei sollen auch die Relevanz von Kinder- und Jugendbeteiligung für das Verwaltungshandeln, die Rolle der Erwachsenen sowie aufkommende Hindernisse in der Umsetzung betrachtet werden.

Dieser Themenraum wird vom Referat Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt der Stadt Leipzig geleitet.

In diesem Workshop gehen wir der Frage nach, wie digitale Kinder- und Jugendbeteiligung zeitgemäß, inklusiv und wirkungsvoll gestaltet werden kann. Gemeinsam schauen wir auf den Informationsaustausch zwischen jungen Menschen, Fachkräften und Verwaltung: Welche digitalen Kanäle stehen zur Verfügung? Welche Rolle kann Künstliche Intelligenz (KI) spielen? Und wo liegen die Stärken und Grenzen bestehender Systeme?

Anhand von Praxisbeispielen und gemeinsamen Diskussionen erarbeiten wir, was es für einen gelingenden Informationsaustausch braucht – von verständlicher Kommunikation über passende Tools bis hin zu klaren Strukturen und Vertrauen. Der Workshop lädt dazu ein, neue Perspektiven kennenzulernen, Chancen kritisch zu reflektieren und konkrete Impulse für die eigene Praxis mitzunehmen.

Dieser Themenraum wird vom Referat für Bürgerbeteiligung und Engagement des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) geleitet. Fachlichen Input geben Gregor Dehmel von Politik zum Anfassen e.V. und Heike Gebhardt vom Referat Digitale Stadt der Stadt Leipzig.

Mit einem kommunalen Jugendbudget unterstützen Städte und Gemeinden junge Menschen bei der Umsetzung eigener Projektideen und stärken das Engagement sowie die Beteiligung junger Menschen vor Ort. Wie aber lässt sich ein Jugendbudget in der Kommune umsetzen?

Wir konzentrieren uns in diesem Workshop auf lokale Jugendbudgets oder Jugendfonds von Städten und Gemeinden in ländlichen Räumen und zeigen exemplarisch, wie dieses Format niedrigschwellig und beteiligungsorientiert gestalten werden kann – so, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche davon profitieren können. Dabei nehmen wir auch die Schule als Lebensort in den Blick und ergründen, welche Anknüpfungspunkte für Beteiligung möglich sind.

Der Themenraum wird von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der Sächsischen Jugendstiftung gemeinsam mit einer Vertreterin des Pro Jugend e.V. geleitet.

Eine Müllsammel-Aktion starten und den Bolzplatz wieder herstellen? Ein Gemeinschaftsbeet anlegen oder einen Wochenendausflug planen? Einen Jugendbeirat begleiten? Ob engagierte Eltern in der Kommune, durch den Stadtteilverein oder mit den Gewerbetreibenden vor Ort: Kinder- und Jugendbeteiligung wird oft spontan und durch Ehrenamtliche umgesetzt. Das ist großartig und kann gar nicht genug wertgeschätzt werden.

Was braucht es, um auch ehrenamtlich getragene, gelingende Beteiligung zu unterstützen? Wer kann wie mit Strukturen, Know-How und Ressourcen dazu beitragen? Und wie kann eine Anerkennungskultur aussehen, nicht nur für die jungen Menschen, die sich beteiligen, sondern auch für die engagierten Erwachsenen? Im Rahmen dieses Themenraums besteht die Möglichkeit, zu diesen und weiteren Fragen miteinander ins Gespräch zu kommen.

Dieser Themenraum wird von der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Sachsen geleitet.

Mental Health bzw. psychische Gesundheit bei jungen Menschen ist immer wieder Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen und medialer Berichterstattung. Dieser Workshop bietet einerseits einen kurzen fachlichen Impuls sowie einen Einblick in aktuelle Zahlen. Darüber hinaus wird es vor allem Zeit für kollegialen Austausch geben: Wie nehmen Sie dieses Thema bzw. dessen Auswirkungen in Ihrem Arbeitsfeld wahr?  Welche Erfahrungen machen Sie ganz konkret mit jungen Menschen (oder vielleicht auch den Erwachsenen)? Wie gehen Sie konkret mit diesem Thema um? Was läuft vielleicht schon gut oder wo bräuchte es weitere Unterstützungsangebote? Für Fragen wie diese soll dieser Workshop einen (geschützten) Raum bieten.

Dieser Themenraum wird vom Kinder- und Jugendring Sachsen geleitet.

 

Ort und Anfahrt

Veranstaltungsort:

Neues Rathaus Leipzig
Martin-Luther-Ring 4
04109 Leipzig

Hinweis:

Die Veranstaltung findet im Neuen Rathaus im Bereich der Oberen Wandelhalle statt. Diese erreichen Sie am besten über den Haupteingang des Gebäudes, der auf der nordöstlichen Seite des Gebäudes (aus Richtung Burgplatz kommend) liegt.

Besucheradresse:
Martin-Luther-Ring 4
04109 Leipzig

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