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2. EBBS-Treffen Kinder- und Jugendbeteiligung am 4. März 2026

»Miteinander vernetzen. Voneinander lernen.«

Logo des Erfahrungs- und Beratungsnetzwerks Kinder- und Jugendbeteiligung.
© SMJusDEG

Am 4. März 2026 traf sich das »Erfahrungs- und Beratungsnetzwerk Bürgerbeteiligung Sachsen« (EBBS) zum zweiten Netzwerktreffen mit Fokus auf Kinder- und Jugendbeteiligung. Nach dem ersten Fokustreffen im Jahr 2024 war nun wieder Gelegenheit, sich vertiefend mit Themen der Kinder- und Jugendbeteiligung auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt des Austauschs der 190 Teilnehmenden stand die Frage, wie die Beteiligung junger Menschen auch in Zeiten knapper öffentlicher Kassen verlässlich gesichert und weiterentwickelt werden kann. Die rege Teilnahme an der Veranstaltung machte deutlich, dass Kinder- und Jugendbeteiligung ein zentrales Anliegen im Freistaat bleibt - gerade auch in herausfordernden Zeiten.

Logo der Stadt leipzig.
© Stadt Leipzig

Ganz im Sinne des Ansatzes, dass das Netzwerk umso lebendiger ist, je mehr Akteurinnen und Akteure sich aktiv an seiner Gestaltung beteiligen, wurde die Veranstaltung gemeinsam mit einem Kooperationspartner ausgerichtet. Wir danken dem Referat Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt der Stadt Leipzig sehr, dass es sich dazu bereit erklärt hat, alle im Bereich Kinder- und Jugendbeteiligung Aktiven sowie Interessierte in das Neue Rathaus Leipzig einzuladen und das Fokustreffen maßgeblich mitzugestalten.

 

Podiumsgespräch

Ministerin Köpping auf dem Podium, links von ihr Vicki Felthaus, rechts von ihr Felix Hitzig und Franziska Stölzel.
© SMS

Kinder- und Jugendbeteiligung in Zeiten knapper öffentlicher Kassen

Zum Auftakt der Veranstaltung diskutierte Staatsministerin Petra Köpping gemeinsam mit weiteren Podiumsgästen und den Teilnehmenden über aktuelle Herausforderungen, gute Praxisbeispiele und Zukunftsperspektiven der Beteiligung junger Menschen. Demokratieministerin Petra Köpping betonte dabei: »Kinder und Jugendliche sollen an allen sie betreffenden Angelegenheiten beteiligt werden. Aufgrund der aktuell herausfordernden finanziellen Rahmenbedingungen müssen wir gemeinsam überlegen, wie dies auch zukünftig gelingen kann. Welche Spielräume gibt es – und wo braucht es neue Ansätze, Kooperationen und politische Weichenstellungen?«

Ministerin Köpping auf dem Podium, links von ihr Vicki Felthaus, rechts von ihr Felix Hitzig und Franziska Stölzel.
© SMS

Podiumsgäste

  • Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
  • Vicki Felthaus, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Jugend, Schule und Demokratie in der Stadt Leipzig
  • Felix Hitzig, Mitglied des Sächsischen Landtags, Vorsitzender des Landesjugendhilfeausschusses

Moderiert wurde das Podiumsgespräch von Franziska Stölzel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) in Potsdam.

 

Fachlicher Austausch in Gesprächsrunden

Erstmals wurden im Rahmen der Gesprächsrunden zwei verschiedene Themenstränge angeboten: Teilnehmende, die sich für den ersten Themenstrang entschieden, hatten die Möglichkeit, sich über die gesamte Veranstaltung hinweg intensiv mit verschiedenen Aspekten des Themas Jugendgremien zu befassen. Teilnehmende, die sich für den zweiten Themenstrang entschieden, hatten wiederum die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Themenräumen zu wechseln und somit fachliche Impulse zu ganz unterschiedlichen Themen mitzunehmen.

Themenstrang 1: Jugendgremien

Der erste Themenstrang widmete sich dem Thema Jugendgremien in mehreren, aufeinander aufbauenden Workshoprunden. Los ging es mit einem gemeinsamen Auftakt, gestaltet als Galerierundgang, bei dem verschiedene Formen und Institutionalisierungsgrade von Jugendgremien vorgestellt wurden. Vertreten waren unter anderem:

  • das Jugendparlament der Stadt Leipzig,
  • der Jugendbeirat der Stadt Reichenbach im Vogtland,
  • der Jugendbeirat der Stadt Auerbach im Vogtland,
  • der Jugendrat der Gemeinde Neukirchen/Erzgebirge,
  • das »Forum junge Perspektiven«,
  • der Jugendstammtisch Sebnitz,
  • der StadtSchülerRat Leipzig und
  • der Clubrat OFT Crazy Paunsdorf.

Anschließend wurde in zwei parallelen Arbeitsgruppen gearbeitet. In beiden Arbeitsgruppen wurden insbesondere die Fragen: Was muss beachtet werden? Was kann schiefgehen? Was braucht es zum Gelingen? diskutiert, allerdings mit zwei unterschiedlichen Schwerpunkten:

  • Beteiligung vor Ort: Kommunale Jugendgremien auf Gemeindeebene mit dem Kinder- und Jugendring Sachsen und dem Standort der Akademie für Kinder- und Jugendparlamente in Sachsen
  • Geht's auch größer: Jugendgremien auf der Ebene Landkreise, Land oder Bund mit Impulsen von der Sächsischen Kinder- und Jugendbeauftragten, der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg und dem Landesjugendring Baden-Württemberg

Danach kamen beide Arbeitsgruppen zu einem abschließenden Gespräch zur demokratischen Legitimität und den Grenzen der Repräsentativität von Kinder- und Jugendgremien wieder zusammen. Im gemeinsamen Austausch mit Impulsen unter anderem vom Referat Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt der Stadt Leipzig und der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Sachsen sollte der häufigen Kritik, dass Kinder- und Jugendgremien nicht ausreichend demokratisch legitimiert seien, auf den Grund gegangen werden. Gemeinsam wurde diskutiert, welche Maßstäbe an die demokratische Legitimität und Repräsentativität von Kinder- und Jugendgremien angelegt werden und welche Funktionen diese Formate erfüllen.

Themenstrang 2: Diverse Themenräume

Im Rahmen des zweiten Themenstrangs hatten die Teilnehmenden die Qual der Wahl: Pro Gesprächsrunde konnte einer von fünf Themenräumen besucht werden. Folgende Themenräume wurden angeboten:

Gesprächsrunde 1

Kinder- und Jugendbeteiligung gilt oft als »neutraler Raum« für Mitgestaltung im Alltag und beschäftigt sich damit in der Regel mit ganz konkreten kommunalen Fragestellungen, wie etwa: »Soll es einen Skateplatz geben?« oder »Wie kann der Schulweg sicherer werden?« Gleichzeitig wird sie als wichtiger Baustein für demokratische Bildung verstanden, weil sie Einblicke in demokratische Institutionen und Verfahren sowie deren Funktionslogiken gewährt und Begegnungsräume für junge Menschen öffnet, die anderswo nicht aufeinandertreffen würden.

So stellen sich hier – wie auch in anderen Bereichen der Jugendhilfe und der Jugendverbandsarbeit – doch die Fragen: Wer darf mitmachen und wo werden möglicherweise Grenzen überschritten, die einen Ausschluss möglich oder gar notwendig machen? Diesen Fragen rund um politische Haltung, Forderungen nach einer politischen Neutralität und deren Grenzen wurde sich in diesem Themenraum gewidmet.

Im gemeinsamen Gespräch standen vor allem die Fragen im Vordergrund, wie Fachkräfte in der Kinder- und Jugendbeteiligung ihre Haltung wahren und das demokratische Grundverständnis entsprechend vermitteln können, wie mit Radikalität und Menschenfeindlichkeit umzugehen ist und was aktuell benötigt wird. Ein zentraler Konsens unter den Teilnehmenden war, dass echte Beteiligung von Kindern und Jugendlichen einen wichtigen Schutzfaktor gegen menschenfeindliche Tendenzen darstellt. Beteiligungsformate ermöglichen jungen Menschen, demokratische Werte zu erfahren, eigene Positionen zu entwickeln und Selbstwirksamkeit zu erleben.

Dieser Themenraum wurde vom Referat für Bürgerbeteiligung und Engagement des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) geleitet. Fachlichen Input gaben Franziska Stölzel vom Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) und Peggy Eckert von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS).

Die Kinder- und Jugendhilfe hat seit der Einführung des Kinder- und Jugendlichenstärkungsgesetzes von 2021 die Pflicht, Selbstvertretungen von jungen Menschen aus ihrem Leistungsbereich anzuregen, zu fördern und mit diesen zusammenzuarbeiten. Die Stärkung von Selbstvertretungen hat ein sehr großes emanzipatorisches Potential. Allerdings kommt die »Anregung, Förderung und Zusammenarbeit« (§ 4a SGB VIII) auf kommunaler Ebene kaum vom Fleck. Es fehlt an Erfahrungen und an Ideen, wie erste Schritte in diese Richtung aussehen könnten.

Im ersten Teil des Workshops wurde die Perspektive der Verwaltung beleuchtet und dafür ein Konzept aus Dresden vorgestellt, welches konkrete Vorschläge für die Umsetzung des § 4a SGB VIII auf kommunaler Ebene herausgearbeitet hat.

Im zweiten Teil wurden Sprecherinnen und Sprecher der Landesjugendkonferenz eingeladen. Das ist die Selbstvertretungsorganisation von jungen Menschen aus Sachsen, die selbst in der stationären Kinder- und Jugendhilfe leben oder gelebt haben. Sie berichteten, welche Chancen und Herausforderungen aus der Perspektive der Adressatinnen und Adressaten bei der Zusammenarbeit mit Behörden oder Einrichtungen bestehen.

Dieser Themenraum wird von Sarah Preusker und Elsa Thurm vom Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V. geleitet.

Inhalte & Präsentationen

Kinder und Jugendliche sollen laut Sächsischer Gemeinde- und Landkreisordnung an allen sie betreffenden Angelegenheiten beteiligt werden. In Leipzig entwickelt die Stadt in Heiterblick-Süd eine 63 Hektar große Fläche zwischen dem Paunsdorfer Wäldchen und der Autobahn A14 zu einem gemeinwohlorientiertem Viertel für Menschen aller Generationen und Lebenslagen. Bei dem größten kommunalen Wohnbauvorhaben darf die Perspektive von Kindern und Jugendlichen natürlich nicht fehlen.

Deshalb stellte das Kinder- und Jugendbüro Leipzig in diesem Themenraum gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt die Konzeption der Kinder- und Jugendbeteiligung für das neue Quartier vor. Anschließend waren alle Teilnehmenden herzlich eingeladen, sich mit den Referentinnen und Referenten über das Konzept auszutauschen und der Frage nachzugehen, warum es sinnvoll ist, die Beteiligung von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen stärker zusammenzudenken.

Im Plenum sowie in Kleingruppen berichteten die Teilnehmenden aus unterschiedlichen Kommunen. Die Berichte zeigten, dass Beteiligung bereits gemeinsam gedacht und gelebt wird. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass Beteiligung auch getrennte Formate - heißt, geschützte Räume für einzelne Interessensgruppen - braucht, da sich Ansprache, Methodik und Zugänge zum Thema je nach Altersgruppe unterscheiden. Jedoch ist es wichtig, Schnittstellen zu schaffen, in denen Ergebnisse zusammengeführt und für alle Beteiligten sichtbar werden.

Dieser Themenraum wurde von Elsa Friedrichs und Anais Kramer vom Kinder- und Jugendbüro Leipzig sowie Robert Guschel vom Stadtplanungsamt der Stadt Leipzig geleitet.

Inhalte & Präsentationen

Die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Sachsen hat in Kooperation mit der Hochschule Mittweida eine wissenschaftlich-fachliche Evaluation der Soll-Bestimmung für Kinder- und Jugendbeteiligung in der Sächsischen Kommunalverfassung (§§47a & 43a) umgesetzt. Die Erhebung bestand sowohl aus einem digitalen Fragebogen als auch qualitativen Interviews. In diesem Workshop wurden zentrale Ergebnisse vor- und zur Diskussion gestellt. Zwei Schwerpunkte dabei waren die Auswirkungen gesetzlicher Regelungen auf das Thema sowie die Einschätzungen zu fachlichen Unterstützungsangeboten für die Umsetzung von Kinder- und Jugendbeteiligung vor Ort.

Die Diskussion drehte sich unter anderem um folgende Aspekte:

  • die Relevanz einer starken und verlässlich handlungsfähigen kommunalen Akteurslandschaft - als Raum, in dem vor Ort konkrete Beteiligung junger Menschen passiert sowie auch als Andockpunkt für fachliche Unterstützungsangebote, die von Landesebene gefördert werden.
  • die Bedeutung der fachlich-kollegialen Vernetzung - zum Austausch von Erfahrungsberichten, Erkenntnissen, Fragen sowie für einen möglichen Transfer von fachlichen Impulsen in das eigene Arbeitsfeld.
  • die Bedeutung eines ernsthaften Dialogs und einer gemeinsamen Suche nach guten Lösungen zwischen Politik sowie Jugendbeteiligungsakteurinnen und -akteuren - gerade auch in Zeiten knapper Kassen.

Dieser Themenraum wurde von Charlott Ebert und Norbert Hanisch von der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Sachsen geleitet.

Inhalte & Präsentationen

Dieser Workshop ging der Frage nach, wie digitale Kinder- und Jugendbeteiligung zeitgemäß, inklusiv und wirkungsvoll gestaltet werden kann. Gemeinsam wurde auf den Informationsaustausch zwischen jungen Menschen, Fachkräften und Verwaltung geschaut: Welche digitalen Kanäle stehen zur Verfügung? Welche Rolle kann Künstliche Intelligenz (KI) spielen? Und wo liegen die Stärken und Grenzen bestehender Systeme?

Anhand von Praxisbeispielen und gemeinsamen Diskussionen wurde erarbeitet, was es für einen gelingenden Informationsaustausch braucht – von verständlicher Kommunikation über passende Tools bis hin zu klaren Strukturen und Vertrauen. Der Workshop lud dazu ein, neue Perspektiven kennenzulernen, Chancen kritisch zu reflektieren und konkrete Impulse für die eigene Praxis mitzunehmen.

Dieser Themenraum wurde vom Referat für Bürgerbeteiligung und Engagement des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) geleitet. Fachlichen Input gaben Gregor Dehmel von Politik zum Anfassen e.V. und Heike Gebhardt vom Referat Digitale Stadt der Stadt Leipzig.

Inhalte & Präsentationen

Gesprächsrunde 2

Anhand der Kinder- und Jugendcharta sowie des Konzepts zur Kinder- und Jugendbeteiligung der Stadt Leipzig sollte dieser Workshop einem kollegialen Austausch zu Gelingensbedingungen einer guten Kinder- und Jugendbeteiligung dienen. Dabei sollte insbesondere besprochen werden, wie Grundlagenpapiere und abgeleitete Maßnahmen dazu beitragen können, Strukturen zu stärken, die Kinder und Jugendliche wirksamer in kommunale Entwicklungen einbeziehen. Dabei sollten auch die Relevanz von Kinder- und Jugendbeteiligung für das Verwaltungshandeln, die Rolle der Erwachsenen sowie aufkommende Hindernisse in der Umsetzung betrachtet werden.

Dieser Themenraum wurde von Christian Andrae und Christian Franke vom Referat Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt der Stadt Leipzig geleitet.

Inhalte & Präsentationen

Dieser Workshop ging der Frage nach, wie digitale Kinder- und Jugendbeteiligung zeitgemäß, inklusiv und wirkungsvoll gestaltet werden kann. Gemeinsam wurde auf den Informationsaustausch zwischen jungen Menschen, Fachkräften und Verwaltung geschaut: Welche digitalen Kanäle stehen zur Verfügung? Welche Rolle kann Künstliche Intelligenz (KI) spielen? Und wo liegen die Stärken und Grenzen bestehender Systeme?

Anhand von Praxisbeispielen und gemeinsamen Diskussionen wurde erarbeitet, was es für einen gelingenden Informationsaustausch braucht – von verständlicher Kommunikation über passende Tools bis hin zu klaren Strukturen und Vertrauen. Der Workshop lud dazu ein, neue Perspektiven kennenzulernen, Chancen kritisch zu reflektieren und konkrete Impulse für die eigene Praxis mitzunehmen.

Dieser Themenraum wurde vom Referat für Bürgerbeteiligung und Engagement des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) geleitet. Fachlichen Input gaben Gregor Dehmel von Politik zum Anfassen e.V. und Heike Gebhardt vom Referat Digitale Stadt der Stadt Leipzig.

Inhalte & Präsentationen

Mit einem kommunalen Jugendbudget unterstützen Städte und Gemeinden junge Menschen bei der Umsetzung eigener Projektideen und stärken das Engagement sowie die Beteiligung junger Menschen vor Ort. Wie aber lässt sich ein Jugendbudget in der Kommune umsetzen?

Dieser Workshop konzentrierte sich auf lokale Jugendbudgets oder Jugendfonds von Städten und Gemeinden in ländlichen Räumen und zeigte exemplarisch, wie dieses Format niedrigschwellig und beteiligungsorientiert gestalten werden kann – so, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche davon profitieren können. Dabei wurde auch die Schule als Lebensort in den Blick genommen und ergründet, welche Anknüpfungspunkte für Beteiligung möglich sind.

Der Themenraum wurde von Tina Jakubowski und Jörg Bartusch von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Maxi Kluttig von der Sächsischen Jugendstiftung gemeinsam mit Sarah Kühne von Pro Jugend e.V. geleitet.

Mental Health bzw. psychische Gesundheit bei jungen Menschen ist immer wieder Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen und medialer Berichterstattung. Dieser Workshop bot einerseits einen kurzen fachlichen Impuls sowie einen Einblick in aktuelle Zahlen. Darüber hinaus wird es vor allem Zeit für kollegialen Austausch geben: Wie nehmen Sie dieses Thema bzw. dessen Auswirkungen in Ihrem Arbeitsfeld wahr?  Welche Erfahrungen machen Sie ganz konkret mit jungen Menschen (oder vielleicht auch den Erwachsenen)? Wie gehen Sie konkret mit diesem Thema um? Was läuft vielleicht schon gut oder wo bräuchte es weitere Unterstützungsangebote? Für Fragen wie diese sollte dieser Workshop einen (geschützten) Raum bieten.

Dieser Themenraum wurde von Rebekka Naumann vom Kinder- und Jugendring Sachsen geleitet.

Kinder und Jugendliche sollen laut Sächsischer Gemeinde- und Landkreisordnung an allen sie betreffenden Angelegenheiten beteiligt werden. In Leipzig entwickelt die Stadt in Heiterblick-Süd eine 63 Hektar große Fläche zwischen dem Paunsdorfer Wäldchen und der Autobahn A14 zu einem gemeinwohlorientiertem Viertel für Menschen aller Generationen und Lebenslagen. Bei dem größten kommunalen Wohnbauvorhaben darf die Perspektive von Kindern und Jugendlichen natürlich nicht fehlen.

Deshalb stellte das Kinder- und Jugendbüro Leipzig in diesem Themenraum gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt die Konzeption der Kinder- und Jugendbeteiligung für das neue Quartier vor. Anschließend waren alle Teilnehmenden herzlich eingeladen, sich mit den Referentinnen und Referenten über das Konzept auszutauschen und der Frage nachzugehen, warum es sinnvoll ist, die Beteiligung von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen stärker zusammenzudenken.

Im Plenum sowie in Kleingruppen berichteten die Teilnehmenden aus unterschiedlichen Kommunen. Die Berichte zeigten, dass Beteiligung bereits gemeinsam gedacht und gelebt wird. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass Beteiligung auch getrennte Formate - heißt, geschützte Räume für einzelne Interessensgruppen - braucht, da sich Ansprache, Methodik und Zugänge zum Thema je nach Altersgruppe unterscheiden. Jedoch ist es wichtig, Schnittstellen zu schaffen, in denen Ergebnisse zusammengeführt und für alle Beteiligten sichtbar werden.

Dieser Themenraum wurde von Elsa Friedrichs und Anais Kramer vom Kinder- und Jugendbüro Leipzig sowie Robert Guschel vom Stadtplanungsamt der Stadt Leipzig geleitet.

Inhalte & Präsentationen

 

Möglichkeiten für Vernetzung

Blick in die Obere Wandelhalle des Rathauses, in der viele Personen um Stehtische stehen und miteinander sprechen.
© André Wirsig

Zwischen den verschiedenen Programmpunkten gab es verschiedene Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich zu vernetzen und daraus neue Impulse für die eigene Arbeit mitzunehmen. Auch nach dem Abschlussplenum war Gelegenheit, den Tag bei Kaffee und Kuchen ausklingen zu lassen und sich dabei auszutauschen. Außerdem wurde gemeinsam über die zukünftige Ausrichtung und Ausgestaltung des  »Erfahrungs- und Beratungsnetzwerks Bürgerbeteiligung Sachsen« (EBBS) beraten. Wenn auch Sie daran interessiert sind, die Zukunft des EBBS aktiv mitzugestalten, melden Sie sich gern bei uns über beteiligen@sms.sachsen.de.

Alternativ war es am Ende der Veranstaltung auch möglich, den Rathausturm zu besichtigen und die schöne Aussicht über die Stadt zu genießen. Der Leipziger Rathausturm ist der höchste Rathausturm Deutschlands.

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