Stadt Auerbach im Vogtland
Etablierung eines Jugendgremiums
Ziel des Projektes war die Institutionalisierung und Verstetigung eines Jugendgremiums als dynamische und aktive Beteiligung der Kinder und Jugendlichen bei jugendrelevanten städtischen Themen. Sie sollten in der Stadt eine Stimme innerhalb der demokratischen Entscheidungswege erhalten. Ihre Wünsche und Anliegen sollten bei den Entscheidungen des Stadtrates Berücksichtigung finden. Dafür wurden die Jugendlichen der Klassen 9 bis 12 direkt in den Schulen der Stadt aufgesucht und das Projekt dort vorgestellt und beworben. Jedoch stellte sich im Laufe des Projekts heraus, dass sich die Kinder und Jugendlichen vorerst keine festen Gremienstrukturen wünschten, wodurch andere Wege gegangen wurden, Kinder und Jugendlichen bei jugendrelevanten städtischen Themen aktiv zu beteiligen.
Das Projekt entspricht der Beteiligungsstufe »Kooperieren«.
Das Projekt im Überblick
| Wer | Stadtverwaltung Auerbach/Vogtl. |
| Was | Etablierung eines Jugendgremiums zur Umsetzung der Jugendbeteiligung gem. § 47a SächsGemO |
| Wo | Auerbach im Vogtland |
| Wann | Juli 2023 bis Dezember 2025 |
| Für wen | Kinder, Jugendliche und Junge Erwachsene |
| Wie | Workshops, Dialog- und Diskussionsveranstaltungen, Jugendgremium |
| Fördersäule | Modellkommune |
| Fördersumme | 81.978,71 Euro (bewilligt) |
Kontakt und Links
- Stadt Auerbach Informationen zum Träger
Partner
Projektziele
| 1 | Ziel des Projektes war die Institutionalisierung und Verstetigung eines Jugendgremiums als dynamische und aktive Beteiligung der Kinder und Jugendlichen bei jugendrelevanten städtischen Themen. |
| 2 | Neben einer auf Dauer angelegten Jugendbeteiligung im Bereich der Stadt Auerbach/Vogtl. sollte auch eine Ausweitung auf den Mittelzentralen Städteverbund, bestehend aus insgesamt 4 Kommunen, erfolgen. |
| 3 | Weitere Ziele umfassten das Erkennen der Bedarfe der jungen Menschen, die Umsetzung der Forderung nach offenen Beteiligungsformaten und aufsuchende Beteiligung an Schulen, Sportstätten, Jugendclubs, etc. |
| 4 | Trotz dessen, dass akzeptiert werden musste, dass vorerst keine festen Gremienstrukturen gewünscht wurden, sollte Zugang zu bestehenden Gremien (Stadtrat) und die Vernetzung zwischen Kommunalpolitik und Zielgruppe ermöglicht werden. |
Meilensteine
| 1 | Aufsuchen der Zielgruppe an den Schulen der Stadt Auerbach/Vogtl., im Sportverein, Kontaktaufnahme bei offenen Beteiligungsformaten |
| 2 | Diskussion mit der Zielgruppe über den Projektinhalt, Akzeptanz des Ergebnisses und gemeinsame Umsetzung |
| 3 | Umsetzung des gewünschten Projektinhaltes, Schaffung offener Beteiligungsformate unter Beteiligung aller Akteure, »Eis brechen« zwischen Kommunalpolitik und Zielgruppe, gemeinsame Ziele sowie wechselseitige Bedürfnisse und Wünsche formulieren |
Erfahrungswerte des Trägers
Besondere Erfolge
Besondere Erfolge waren die Veranstaltungen »Politik und Billard, MACHEN statt MECKERN« und »Grill den Burgermeister« sowie die Bereitschaft der Beteiligten, Pläne zu ändern und das Projekt an die tatsächlichen Bedarfe der Kinder und Jugendlichen anzupassen.
Herausforderungen und Learnings
Es brauchte viel Zeit, Energie und ausreichende Mittel, um Jugendliche für das Projekt zu aktivieren und zu motivieren. Außerdem musste das Projektziel an die tatsächlichen Bedarfe der Kinder und Jugendlichen angepasst und verändert werden. Zugleich wurde deutlich, dass bestehende Strukturen neu gedacht werden mussten, denn es sollten keine Kopien bestehender Gremien gebildet werden, d.h. kein Abbild des Stadtrates oder des Schülerrates mit den gleichen Leuten, nur unter anderem Namen. Stattdessen sollte neu gedacht werden, um möglichst alle Kinder und Jugendlichen zu erreichen.
Projektergebnisse
| 1 | Die Kinder und Jugendlichen wünschten sich kein starres Gremium. Deshalb wurden offene Beteiligungsformate angeboten, gemeinsam geplant und umgesetzt. |
| 2 | Es wurde eine Podiumsdiskussion mit Jugendlichen, Politikerinnen und Politikern unter Einbeziehung der Projektpartnerinnen und -partner sowie der Hertie-Stiftung veranstaltet. Titel der Veranstaltung war: »Politik und Billard, MACHEN statt MECKERN«. |
| 3 | Außerdem wurden ständige Sprechstunden an den Schulen der Stadt Auerbach/Vogtl. etabliert. |
| 4 | Konkret beteiligten sich die Kinder und jugendlichen bei der Neugestaltung eines Parks in der Stadt, der Eröffnung eines Pop-Up-Cafés, dem Projekt »Grill den Burgermeister«, dem offenen Jugendforum »Pizza, Popcorn, Politik und großes Kino» mit einer Fishbowl-Diskussion und politischem Speeddating. |
Verwendung der Ergebnisse
Es werden weitere Formate geplant, die an den Bedarfen der Kinder und Jugendlichen ausgerichtet werden.