Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS GmbH)
Landheldinnen (2024-2025)
Mit dem Projekt sollten ländliche Räume attraktiver für Mädchen* und junge Frauen* werden. Daher wurde gezielt die (politische) Beteiligung von Mädchen* und jungen Frauen* in ländlichen Räumen in Sachsen gefördert. Durch gezielte Angebote wurden sie ermutigt, ihre Ideen einzubringen, ihre Stimmen zu erheben und sich aktiv an Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Sie wurden motiviert und bestärkt, Verantwortung in politischen Gremien und Organisationen der Zivilgesellschaft zu übernehmen, um so das Gemeinwesen aktiv mitgestalten zu können. Dazu wurden in ausgewählten Kommunen Mädchen*treffs initiiert und kontinuierlich begleitet, in denen die Meinungsbildung und -äußerung, (Sozial-)Kompetenzen und das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden gestärkt und Ideen für zukünftiges Engagement entwickelt werden. Darüber hinaus sollte ein Fachtag für Mädchen*beteiligung umgesetzt werden. Flankierend wurde ein digitales Dossier zur Mädchen*beteiligung mit Fachwissen entwickelt und die Netzwerkarbeit mit lokalen Expertinnen und Experten verstetigt.
Das Projekt entspricht der Beteiligungsstufe »Konsultieren«.
Das Projekt im Überblick
| Wer | Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH |
| Was | Landheldinnen |
| Wo | sachsenweit in ländlichen Räumen |
| Wann | Dezember 2024 bis Dezember 2025 |
| Für wen | Mädchen* und junge Frauen* zwischen 14 und 20 Jahren, kommunale Entscheidungsträgerinnen und -träger in Politik und Verwaltung |
| Wie | Begleitung von Mädchen*gruppen, Workshops, Dialogveranstaltungen, Fachtag für kommunale Entscheidungsträgerinnen und -träger |
| Fördersäule | Zivilgesellschaftliches Einzelvorhaben |
| Fördersumme | 79.187,58 € (bewilligt) |
* Das Programm richtete sich an alle Personen, die sich als Mädchen oder junge Frauen identifizieren.
Kontakt und Links
- DKJS GmbH Informationen zum Träger
- Landheldinnen Informationen zum Projekt
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Projektziele
| 1 | Die kontinuierliche Begleitung von Mädchen*gruppen sollte Raum für gesellschaftspolitische Diskussionen sowie die Entwicklung von Ideen für (zukünftiges) Engagement der Mädchen* bieten. Die Mädchen* sollten in ihrer Meinungsbildung- und äußerung unterstützt und die persönlichen (Sozial- )Kompetenzen und das Selbstbewusstsein der Mädchen* gestärkt werden, z. B. durch Rhetorik- und Argumentationstraining. |
| 2 | Das Programm sollte inspirierende Begegnungen und Austausch mit weiblichen Vorbildern, wie z. B. Bürgermeisterinnen, Gemeinderätinnen und engagierten Frauen, schaffen. Durch ihre Präsenz und Erfolgsgeschichten sollten sie als Best-Practice-Beispiele fungieren und weitere junge Frauen* ermutigen, ihre eigenen Ziele zu verfolgen und sich aktiv einzubringen. |
| 3 | Der Fachtag zur Mädchen*beteiligung sollte kommunale Akteurinnen und Akteure zusammenbringen, wobei in fachlichen Impulsen und Workshops Wissen vermittelt sowie durch Vernetzungsformate der Austausch über Erfahrungen angeregt werden sollte. Kommunale Entscheiderinnen und Entscheider sollten für Gleichstellungsthemen sensibilisiert werden. |
Meilensteine
| 1 | Kontinuierliche Begleitung von Mädchen* und jungen Frauen* zur Vernetzung, Stärkung und Kompetenzerweiterung. Es handelte sich um eine Mischung aus politischer Bildung, persönlicher Entwicklung und praktischem Engagement, die den Mädchen* eine Stimme in gesellschaftlichen Prozessen verleihen sollte. |
| 2 | Austausch mit Mädchen* und weiblichen Vorbildern, wie z. B. Politikerinnen, um weibliches Engagement sichtbar zu machen und im persönlichen Gespräch die Anliegen und Bedürfnisse der Mädchen an die Entscheiderinnen zu tragen. |
| 3 | Fachtag zur Mädchen*beteiligung als Plattform, um bedeutende Fragen zur Teilhabe von Mädchen* und jungen Frauen* zu erörtern, Herausforderungen zu identifizieren und gute Beispiele der Mädchen*beteiligung sichtbar zu machen. |
| 4 | Veröffentlichung eines digitalen Dossiers Mädchen*beteiligung zur Sammlung von praktischen Ressourcen, darunter bewährte Methoden zur Förderung von Beteiligung sowie Handlungsempfehlungen und weiterführende Links. |
| 5 | Flankierend zur Programmarbeit: Netzwerkarbeit und kontinuierlicher Austausch mit lokalen Expertinnen und Experten sowie Akteurinnen und Akteuren im Themenfeld, um die Synergie vorhandener Netzwerke zu nutzen und dabei an die vorhandene Expertise und die Erfahrungen der Praktikerinnen und Praktiker sowie Netzwerke vor Ort anzudocken und sie aufzugreifen. |
Erfahrungswerte des Trägers
Die kontinuierliche, beispielsweise wöchentliche Begleitung von Mädchen*gruppen in ländlichen Räumen ist nur in enger Kooperation mit den Fachkräften vor Ort möglich, da die persönliche Entwicklung und Stärkung der Mädchen* eine intensive und verlässliche Beziehungspflege erfordert.
Projektergebnisse
| 1 | In einem Jugendclub im Erzgebirgskreis fanden wöchentliche Treffen mit Mädchen*gruppen statt. Durch Teambuilding, gemeinsames Chillen, sportliche, kreative und alltagsnahe Angebote sowie Ideensammlungen gestalteten die Mädchen* Inhalte aktiv mit. Workshops zu Rhetorik und Selbstverteidigung stärkten Selbstbewusstsein, Austausch und Zusammenhalt; zugleich entstand Raum für persönliche Gespräche. |
| 2 | Die Fachveranstaltung »Stimme erheben, Land bewegen – Mädchen gestalten Politik« im Oktober 2025 stärkte Empowerment, politische Teilhabe und Vernetzung von Mädchen* und Frauen* aus ländlichen Räumen, ermöglichte Wissenstransfer, Austausch persönlicher Erfahrungen, machte weibliche Vorbilder sichtbar und setzte Impulse für strukturelle Veränderungen. |
| 3 | Bei mehreren Austauschrunden mit Mädchen*, Frauen*, Oberbürgermeisterinnen und Aktivistinnen wurde klar: Mädchen* brauchen geschützte Räume, Vorbilder und echte Beteiligung. Dafür müssen sich Strukturen ändern, um Engagement zu ermöglichen und weibliche Perspektiven in der Politik zu stärken. |
Verwendung der Ergebnisse
Die Ergebnisse sollen zur Weiterentwicklung von Beteiligungs- und Empowermentangeboten für Mädchen* und Frauen* genutzt werden, insbesondere im ländlichen Raum. Sie fließen in die inhaltliche Ausrichtung zukünftiger Projekte, in Konzepte politischer Bildung, in die Stärkung von Netzwerken (z. B. Arbeitskreis Erzgebirge) sowie in die fachliche Argumentation gegenüber Politik und Verwaltung zur Verbesserung von Gleichstellungs- und Beteiligungsstrukturen ein.