Aktion Zivilcourage e. V.
Gemeinsam in Bewegung: Bürgerbeteiligung und Jugendengagement in Sebnitz
Das Projekt sollte die nachhaltige Beteiligung junger Menschen an kommunalpolitischen Prozessen in Sebnitz stärken und den örtlichen Jugendstammtisch als zentrale Beteiligungsinstanz festigen. Seit mehreren Jahren bietet der Jugendstammtisch Sebnitz eine Plattform, auf der Jugendliche gemeinsam kommunalpolitische Themen diskutieren, eigene Anliegen entwickeln und in Austausch mit lokalen Entscheidungstragenden treten können. Im Rahmen des Projekts begleiteten erfahrene Jugendliche als Mentorinnen und Mentoren neue Teilnehmende, vermittelten Wissen und erworben Moderationskompetenzen für Bürgerwerkstätten. Durch Schulungen in Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit und politische Teilhabe wurden sie befähigt, eigene Projekte zu entwickeln und aktiv kommunale Prozesse mitzugestalten.
Das Projekt entspricht der Beteiligungsstufe »Kooperieren«.
Das Projekt im Überblick
| Wer | Aktion Zivilcourage e.V. |
| Was | Gemeinsam in Bewegung: Bürgerbeteiligung und Jugendengagement in Sebnitz |
| Wo | Sebnitz |
| Wann | Dezember 2024 bis Dezember 2025 |
| Für wen | Jugendliche und Junge Erwachsene |
| Wie | Jugendstammtisch, Mentoring-Programm, Schulungen und Workshops |
| Fördersäule | Zivilgesellschaftliches Einzelvorhaben |
| Fördersumme | 53.805,66 € (bewilligt) |
Kontakt und Links
m.merker@aktion-zivilcourage.de
- Aktion Zivilcourage e. V. Informationen zum Träger
Projektziel
Das Projekt sollte die nachhaltige Beteiligung junger Menschen an kommunalpolitischen Prozessen in Sebnitz stärken und den Jugendstammtisch als zentrale Beteiligungsinstanz festigen. Erfahrene Jugendliche sollten als Mentorinnen und Mentoren neue Teilnehmende begleiten, Wissen vermitteln und Eigenverantwortung fördern. So sollte eine dynamische Beteiligungskultur entstehen, in der Jugendliche aktiv ihre Anliegen einbringen und umsetzen.
Meilensteine
| 1 | Aufbau eines Mentoring-Programms: Das Mentoring-Programm stärkte den Jugendstammtisch Sebnitz nachhaltig. Erfahrene Jugendliche übernahmen als Mentorinnen und Mentoren die Begleitung neuer Mitglieder und teilten ihr Wissen zu kommunalen Beteiligungsprozessen. Durch Moderationsschulungen erlangten sie Kompetenzen, um Bürgerwerkstätten, Dialogabende und Stammtische selbst zu moderieren. Dies förderte Eigenständigkeit, stärkte den Zusammenhalt und integrierte ihr Wissen direkt in die kommunale Beteiligung. |
| 2 | Schulung und Unterstützung in Schlüsselkompetenzen: Ergänzend zum Mentoring wurden für die Jugendlichen Schulungen und Workshops in den Bereichen Moderation, Projektmanagement, Selbstorganisation und Rhetorik und Argumentation in herausfordernden Situationen angeboten. Die Schulungen waren vorwiegend für die Mentorinnen und Mentoren konzipiert. |
Projektergebnisse
| 1 | Fünf Jugendliche des Jugendstammtischs erweiterten in Schulungen ihre Moderationskompetenzen. Diese setzten sie bei den 5. »Tag der Sachsen«-Werkstätten erfolgreich ein, wobei sie Thementische zum Austausch zwischen Stadtverwaltung sowie Bürgerinnen und Bürgern zum Planungsstand des »Tags der Sachsen« moderierten. Auch die Jugendstammtisch-Treffen moderierten die Jugendlichen selbständig. |
| 2 | Es fanden dreistündige Weiterbildungen zu den Themen Projektmanagement (Projektplanung, Zusammenarbeit und Entscheidungsprozesse), Selbstmanagement (Zeitmanagement, Rollen und Resilienz) sowie Rhetorik und Argumentation (Kommunikationsmodelle, Gesprächsstrategien und Gewaltfreie Kommunikation) statt, um die Jugendlichen in ihrem Engagement zu stärken. Das Gelernte wurde in den Präsenztreffen umgesetzt. |
| 3 | Die Jugendlichen sammelten Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit, indem sie über Instagram, WhatsApp, das Sebnitzer Amtsblatt und bei Schulveranstaltungen über die Bedeutung von Jugendbeteiligung informierten. Beim Sebnitzer Straßenfest betreuten sie einen Stand mit Quiz zur Arbeit des Jugendstammtisches und zum »Tag der Sachsen« sprachen sie mit dem Landtagspräsidenten über Jugendpartizipation. |
| 4 | Der Oberbürgermeister nahm an vier Jugendstammtisch-Treffen teil, bei denen z. B. Bus-Verbindungen, Schulwegsicherheit und undichte Schulfenster thematisiert und nächste Schritte festgelegt wurden. Indem die Jugendlichen in kommunale Entscheidungsprozesse eingebunden waren, erlebten sie demokratische Selbstwirksamkeit und der Oberbürgermeister erfuhr, was die Jugendlichen in der Stadt beschäftigt. |
| 5 | Der Jugendstammtisch stellte eigenständig einen Förderantrag beim Jugendforum Sebnitz für einen öffentlichen Büchertauschschrank. Seit der Installation im Dezember 2025 kümmern sich die Jugendlichen um die Instandhaltung des Bücherschranks. Zudem organisierten sie eine öffentliche Lesung und die feierliche Einweihung mit Redebeiträgen der Jugendlichen und des Oberbürgermeisters. |
Verwendung der Ergebnisse
Der Jugendstammtisch wird als eine der Jugendbeteiligungsstrukturen nachhaltig gefestigt. Die Jugendlichen bringen ihre Anliegen in den Stadtrat und beim Oberbürgermeister ein.